HeadlandControl für den Anbaustreuer ZA-TS

Unter gewissen Umständen kann der Ausschaltpunkt aber hinter der Vorgewende-Fahrgasse liegen, sodass eigentlich über die Fahrgasse hinausgefahren werden müsste, damit der Streuer optimal abschaltet. Da dies in der Praxis häufig nicht getan wird, können beim Abbiegen in das Vorgewende kleine Zonen der Über- und Unterdüngung entstehen. Lenkt der Fahrer ein, bevor der eigentliche Ausschaltpunkt erreicht ist, schwenkt der zurückgeworfene Streufächer seitlich aus. Auf diese Weise entstehen auf der einen Seite überdüngte und auf der anderen Seite unterdüngte Bereiche. 

Die Lösung ist so einfach wie genial
Ein zusätzlicher Button im Arbeitsmenü des ISOBUS-Terminals aktiviert die Funktion HeadlandControl. Diese Funktion wird lediglich dort verwendet wo Fahrgassen auf ein Vorgewende treffen. Während beim Streuen am Vorgewende die feldäußere Scheibe eine Grenzstreufunktion ausführt, wird parallel über die feldinnere Streuscheibe die Funktion HeadlandControl ausgeführt. Hierbei wird der Aufgabepunkt nach außen gedreht, sodass sich der Streufächer der feldinneren Streuscheibe weiter in den Bestand ausdehnen kann. Somit wird das abgestreute Vorgewende zur Feldinnenseite erhöht, wodurch der SwitchOff-Point vor die entsprechende Vorgewendefahrgasse gelegt werden kann. Durch diese Maßnahme schaltet der Streuer vor Erreichen der Vorgewendefahrgasse und dem damit verbundenen Einlenken des Traktors aus.

Teilbreitenschaltung perfektioniert
Zusätzlich wird die Teilbreitenschaltung weiter optimiert und der Streuniere angepasst. Denn im äußeren Bereich endet die Streuniere nicht auf Höhe der Streuscheiben, sondern dort wird der Dünger auch nach vorne geworfen. Beim Eintreffen des Streuers auf das Vorgewende werden zunächst die äußeren Teilbreiten ausgeschaltet und schließlich die Inneren. Beim Verlassen des Vorgewendes werden zuerst die äußeren und anschließend die inneren Teilbreiten eingeschaltet. Dies kann beim ZA-TS mit bis zu 128 automatischen Teilbreiten sehr feingliederig geschehen.

Die Kombination aus HeadlandControl und der neuen Teilbreitenschaltung führt am Vorgewende zu einer optimierten Verteilung.

Dank dieser Visualisierung lässt sich das Schaltverhalten des Streuers für den Anwender sehr einfach nachvollziehen. Diese neue Schaltlogik im GPS-Switch wird dem Fahrer sowohl im AmaTron 4 als auch im AmaTron Twin visualisiert.

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