Flexibilisierung der Maschinen- und Verfahrens­konzepte

abgestimmt auf unterschiedliche Betriebsgrößen und Klimazonen

Nach der Ernte wird ein noch größerer Stellenwert auf der flachen Bodenbearbeitung liegen, um hier eine möglichst hohe Auflaufrate an Ausfallgetreide und Unkräutern zu bekommen. Auch die Grundbodenbearbeitung wird auf einigen Betrieben sicherlich wieder intensiver und auch der Pflug könnte zeitweise wieder mehr als erste Pflanzenschutzmaßnahme zum Einsatz kommen. Hierfür bauen wir unser Programm mit Kompaktscheibeneggen Catros, Mulchgrubber Cenio und Cenius und den Pflügen Cayros und Hektor entsprechend weiter aus.

Bei der Aussaat spielen dann optimale Aussaatbedingungen und eine präzise Saatgutablage eine große Rolle, um die Jugendentwicklung zu fördern. Unter gewissen Bedingungen kann dann ein engerer Reihenabstand zum schnelleren Reihenschluss und eine gezielte Untersaat eine wichtige Rolle spielen, um das Auflaufen von Unkräutern zu Unterdrücken. Ein anderer Ansatz ist hingegen die Erhöhung der Reihenabstände, um dazwischen eine mechanische Unkrautbekämpfung durchführen zu können. Für alle Anwendungsfälle in verschiedensten Klima- und Bodenzonen haben wir verschiedene Einscheiben-, Doppelscheiben- und Zinkenschar­systeme für die Pflug-, Mulch- und Direktsaat entwickelt.

Der Einsatz von unserer wassersparenden und erosionsmindernden Technik, wie wir sie z. B. bei Direktsaatmaschinen oder Aussaatverfahren mit streifenweiser Rückverfestigung anbieten, wird in vielen Regionen wichtiger werden und das richtige Ackerbauverfahren bestimmen.

Ein Musterbeispiel in Hinblick auf den vielseitigen Einsatz einer Sämaschine stellt unsere neue Cirrus-CC mit einer zweiten Förderstrecke und den zusätzlichen FerTeC-Einscheibenscharen vor dem Reifenpacker dar. Zwei Fördergüter können so unterschiedlich dosiert und platziert werden. Für den Landwirt ergeben sich eine Vielzahl von Möglichkeiten in der ackerbaulichen Nutzung. Durch die kombinierte Saatgut-Dünger-Ausbringung kann Dünger gezielt an das Saatgut platziert werden und Düngermittelaufwand reduziert werden. Gerade in Regionen mit kurzer Vegetationszeit, bei höheren Wasserdefiziten in der Vegetationszeit und bei der Frühjahrssaat spielt diese Methode weltweit zunehmend eine wichtige Rolle. Aber auch die Kombinationsmöglichkeit der Düngerabgabe im Single-Shoot- und Double-Shoot-­Verfahren ist eine interessante Möglichkeit. So kann eine kleine Menge Dünger direkt über Single-Shoot ans Korn gelegt werden, was die Jugendentwicklung enorm fördert. Darüber hinaus werden mit der Cirrus-CC Futtermischungen, Gemengesaaten und Bodenbedeckungen für ein wirkungsvolles Unkraut- und Erosionsmanagement effektiv etabliert.

Bei Bedarf kann auch über die neue eigenentwickelte Universal-Aufbausämaschine GreenDrill 501 noch eine dritte Kultur dosiert und ausgebracht werden. Alles ISOBUS-gesteuert über nur einen AmaTron 4. Mit dem Wellscheibenfeld Minimum TillDisc kann die Cirrus eine Ausstattung im Bereich der vorbereitenden Werkzeuge erhalten. Im Reihenabstand von 16,6 cm können mit den Schneidscheiben direkt vor den Säscharen der Boden, Erntereste oder auch lebende Pflanzenbestände zerschnitten werden. Mit den Wellscheiben wird deutlich weniger Boden bewegt als mit konventionellen 2-reihigen Scheibenfeldern.

  1. Sinnvolle Digitalisierung für mehr Präzision, ­Bedienkomfort und Transparenz
  2. Weitere Reduzierung von Ressourcen wie ­Pflanzenschutz- und Düngemittel
  3. Flexibilisierung der Maschinen- und Verfahrens­konzepte abgestimmt auf unterschiedliche Betriebsgrößen und Klimazonen